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Adresse: Stiftung niedersächsische Gedenkstätten (-> http://www.stiftung-ng.de),
Gedenkstätte Bergen-Belsen, Anne-Frank-Platz, 29303 Lohheide, Deutschland
Tel.: +49 (0) 5051 4759-112., Fax: +49 (0) 5051 4759-18 E-Mail:
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Kriegsgefangenenlager und
Konzentrationslager Bergen-Belsen
1940
Die Wehrmacht richtet ein Kriegsgefangenenlager für 600
französische und belgische Soldaten ein.
Mai 1941
Das Lager erhält die Bezeichnung Stalag 311 (XI C)".
ab Juli 1941
Eintreffen von ca. 20.000 sowjetischen Kriegsgefangenen, die
unter freiem Himmel zusammengepfercht werden. Bis zum Frühjahr
1942 sterben 14.000 Gefangene an Hunger, Kälte und Krankheiten.
April 1943
Übergabe eines Lagerteils des Kriegsgefangenenlagers an
die SS: Einrichtung des Aufenthaltslagers Bergen-Belsen"
für Juden, die gegen im Ausland internierte Deutsche ausgetauscht
werden sollen. Die Wehrmacht benutzt das verbleibende Kriegsgefangenenlager
vor allem als Lazarett.
ab März 1944
Unterbringung kranker Häftlinge aus anderen Konzentrationslagern
in einem abgetrennten Lagerteil.
ab August 1944
Einlieferung von weiblichen Häftlingen vor allem aus dem
KZ Auschwitz-Birkenau, die zum Teil in KZ-Außenkommandos
weiterverteilt werden.
Januar 1945
Auflösung des Kriegsgefangenenlazaretts und Übernahme
der Baracken durch die Konzentrationslagerverwaltung.
ab Januar 1945
Evakuierung von Zehntausenden von Häftlingen aus frontnahen
Konzentrationslagern in das KZ Bergen-Belsen. Völlige Überfüllung
des Lagers. Beginn des Massensterbens.
Anfang April 1945
Abtransport von mehreren tausend jüdischen Austauschhäftlingen
in Richtung Theresienstadt.
15. April 1945
Befreiung des Lagers durch britische Truppen.
Insgesamt starben in Bergen-Belsen etwa 50.000 KZ-Häftlinge
und 20.000 Kriegsgefangene.
Displaced Persons Camp
und Gedenkstätte Bergen-Belsen
April/Mai 1945
Evakuierung der Überlebenden in die nahegelegenen Kasernen
der Wehrmacht. Die Baracken des Lagers werden wegen Seuchengefahr
abgebrannt.
1945 -1950
DP-Camp Bergen-Belsen in den ehemaligen Wehrmachtskasernen.
April 1946
Einweihung des jüdischen Mahnmals auf dem Gelände
des ehemaligen KZ Bergen-Belsen.
Juni 1946
Errichtung des sowjetischen Mahnmahls auf dem Kriegsgefangenenfriedhof
Bergen-Belsen (Hörsten).
ab 1947
Errichtung des Obelisken und der Inschriftenwand auf Anordnung
der britischen Militärregierung.
1952
Übernahme der Verantwortung für die Gedenkstätte
Bergen-Belsen durch das Land Niedersachsen.
1966
Eröffnung des Dokumentenhauses mit einer Ausstellung zur
Geschichte des KZ Bergen-Belsen.
1968
Neugestaltung des Kriegsgefangenenfriedhofs, Errichtung eines
deutschen Gedenksteines.
1988
Anlage eines Verbindungsweges zwischen dem Gedenkstättengelände
und dem Kriegsgefangenenfriedhof.
April 1990
Eröffnung des erweiterten und neugestalteten Dokumentenhauses.
seit 1991
Freilegung baulicher Überreste des Lagers durch Jugendworkcamps.
April 2000
Eröffnung des Hauses der Stille.
August 2000
Eröffnung neuer Seminarräume. |
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