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Tel.: +49 (0) 5051 4759-112., Fax: +49 (0) 5051 4759-18
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Skizze September 1944
Konzentrations- und Kriegsgefangenenlager Bergen-Belsen


(1) Sternlager
Im Sternlager waren etwa 4.000 für den Austausch vorgesehene jüdische KZ-Häftlinge untergebracht. Unter ihnen bildeten die Niederländer die größte Gruppe. „Sternlager" bedeutete, dass die Häftlinge hier ihre Zivilkleidung mit dem „Judenstern" tragen mussten. Männer und Frauen waren getrennt untergebracht, die Familien durften aber tagsüber zusammenkommen. Es bestand Arbeitszwang.

(2) Neutralenlager
Im Neutralenlager lebten mehrere hundert Juden mit der Staatsangehörigkeit neutraler Länder. Hier herrschten – im Vergleich zu den anderen Teillagern in Bergen-Belsen – bis März 1945 einigermaßen erträgliche Zustände; die Häftlinge wurden nicht zu den Arbeitskommandos eingeteilt.

(3) Sonderlager und (4) Ungarnlager
In das Sonderlager waren Mitte 1943 mehrere tausend polnische Juden deportiert worden. Sie verfügten zumeist über provisorische Papiere südamerikanischer Staaten. Auch diese Häftlinge wurden nicht zu den Arbeitskommandos eingeteilt und wegen ihrer Kenntnis der von der SS in Polen verübten Gräuel streng isoliert. Bis Mitte 1944 wurden die meisten nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Nur etwa 350 Personen blieben zurück.

Das Ungarnlager wurde im Juli 1944 für 1.683 ungarische Juden eingerichtet, über deren Freikauf gegen Geld und Waren Himmler mit ausländischen jüdischen Organisationen verhandelte. Die Ungarn trugen Zivilkleidung mit dem Judenstern". Für sie bestand kein Arbeitszwang.

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(5) Häftlingslager
Das Häftlingslager bestand von Anfang an. Es diente zunächst der Unterbringung eines Baukommandos von etwa 500 Häftlingen, die die SS aus den Konzentrationslagern Buchenwald, Wewelsburg und Natzweiler nach Bergen-Belsen gebracht hatte.

Ab März 1944 wurden in diesen Lagerteil kranke und nicht mehr arbeitsfähige Häftlinge aus anderen Konzentrationslagern eingeliefert. Sie vegetierten unter unerträglichen Bedingungen. Sträflingskleidung, harte Arbeit bis zur völligen Erschöpfung, Misshandlungen durch SS und Kapos, unzureichende medizinische Betreuung und hohe Sterblichkeit kennzeichneten die Zustände im Häftlingslager.

(6) Zeltlager
Anfang August 1944 wurde ein Zeltlager aufgebaut. Es diente zunächst als Durchgangslager für zahlreiche aus Polen kommende Frauentransporte. Ende Oktober/Anfang November 1944 wurden hier etwa 8.000 evakuierte Frauen aus dem Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau untergebracht. Nachdem ein Sturm die Zelte völlig zerstört hatte, pferchte man die Häftlinge in bereits überfüllte andere Baracken.

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(7) u. (8) Kriegsgefangenenlazarett,
Zweiglager Bergen-Belsen des Stalag XI B Fallingbostel
Von Anfang an gab es im Stalag Bergen-Belsen ein Lazarett, das in den Baracken des ehemaligen Arbeitslagers eingerichtet war. Mit 1.200 Betten diente es als ein zentrales Lazarett für sowjetische Kriegsgefangene im Wehrkreis XI. Die häufigsten Krankheiten waren Tuberkulose, Fleckfieber, Hungerödeme und Verletzungen. Nach der Auflösung des Lazaretts im Januar 1945 wurde hier das „große Frauenlager“ eingerichtet.

(9) SS-Kleidermagazin
Das SS-Kleidermagazin bestand bis Oktober 1944. Danach wurde dieser Lagerteil als kleines Frauenlager" benutzt.


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Letztes Update dieser Seite am 19. 02. 2008.
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